Ich
fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn, und das Ende ist dort.
Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.
Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um. |
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Theater ist so
ernst, wie das Spiel eines Kindes.
Hört man mal auf, sich selber so verdammt ernst zu
nehmen – ist man frei mit Freude zu spielen.
Seinen eigenen Clown, eine einzig-artige, komische und nicht
intelligente Figur zu finden, ist ein bedeutender Augenblick
im Leben eines Schauspielers. Allein das große Vergnügen
auf der Bühne zu sein, die kindliche Begeisterung,
der Spaß … retten ihn und die Show.
Ist die Freude auf der Bühne bleiben zu dürfen
riesig und wird der Spaß am Spiel immer größer,
wird ihm fast alles vergeben. Ist der Spaß jedoch
nicht groß genug, sieht der Clown aus wie einer, der
sich für sein Schlechtsein schämt, dann wird ihn
einfach keiner lieben.
(Gaulier zum Thema: „Weinen auf der Bühne“
– im Gegensatz zum Ansatz von Stanislawski): Der Schauspieler
sollte weinen, wenn es in einem bestimmten Moment der Geschichte
dient, die er erzählt. Überrascht er sein Publikum
völlig, sind seine Tränen gelungen, jedoch sollte
er sich niemals auf seine eigene persönliche Trauer
in der Vergangenheit berufen, sondern immer Spaß am
Erzählen einer Geschichte haben. Ist es überhaupt
möglich mit Freude zu weinen? Ein paar einfühlsame
Menschen machen es tagtäglich.
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Wir machen aus Dirigenten einen
Persönlichkeitskult, aber sind wir uns der Tatsache bewusst,
dass er die Musik eigentlich gar nicht macht, sondern
dass die Musik ihn macht – wenn er entspannt,
offen und eingestimmt ist, dann wird das Unsichtbare ihn in
Besitz nehmen; durch ihn wird es uns erreichen.
(„The Empty Space“ – hier
übersetzt von Felix Sauer). |
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